Vater- vergiß die 12 Jahre und komm zurück!

 

 

Vaterland- ganz ohne Vater...,doch einer Mutter, die uns auch nicht will

"Halt die Schnauze" brüllt der Anti-Nazi, er hält gepflegt ganz anders still.

Das Rückgrat abgegeben

Die Stimme auf Papier vergeben.

 

Das deutsche Volk kennt das Leben unter der Erde

12 Millionen Tote sind im 2.WK unser Erbe!

Darüber spricht kein Schwein

Ein Nazi wärst du, und allein.

 

Wir sind zu müde, zu dumm, zu schwach-

Natürlich gibt´s dann eins´ auf´s Dach!

Wer die Freiheit glaubt zu haben

Dessen Leib gehört den Raben.

 

12 Jahre- das macht kein Volk aus!

12 Jahre Irrtum, wir zahlen mit Herz und Haus.

Freiheit gehörte stets den Kriegern, durch Blut und Kraft!

Doch die Glotze hat gewonnen, wer hätte das gedacht... .

 

Deutschland dein Boden besetzt

Deine Seele längst verätzt.

Ich bin Jude, ein Deutscher, unverkäuflich und schwierig.

Nach Gerechtigkeit für unser Land kämpfend, kaputt und gierig.

 

Ein freies Land nach 70 Jahren mit einem Friedensvertrag,

Hilf mit Deinem Geist- wünsch`Dir und Deinen Kindern diesen Tag!

Es ist an der Zeit: Ende den Kriegen, die andere steuern aus unserem Land

 

Links, oder rechts- gemeinsam setzen wir die deutsche Vergangenheit in Brand!!!

 

 

 

J.Hencke Mai 2018

 

 

 

 

 

 

Der brennende Turm

 

Dir hätte ich das schönste Zimmer meines Elfenbeinturms mit Freude geschenkt

Mit der Zeit, wenn der Stolz seine Ecken verliert, hätte ich dir die verdreckten Winkel gezeigt

Doch jetzt wandel ich mit blutigen Füßen durch die verstaubten Säle, mein Haupt gesenkt

Eine weitere Schlacht auf dem Gedankenfeld verloren, nach der nichts lebendig bleibt.

 

Was dir deine Ritterrüstung ist, bekleidet mich mit seidigem Nichts, jede Wunde ist zu sehen

Unsere Geister spielten gern um Gunst und Träume der Unwahrscheinlichkeiten

Du ziehst ohne Eindruck weiter an den nächsten Tisch, getrennt die Wege, die wir gehen

In den Fängen von Hunger und Schlaflosigkeit wird nun das Ende mich begleiten.

 

Ein Fluch frisst an meinen Wänden, dessen Farben von Hoffnung und Manie sich nun zersetzen

Ein Nebel verbrannter Liebesbriefe, jedes Fenster reiß ich auf und schreie meine guten Geister zurück

Sie stürzen sich auf mein aufgerissenes Fleisch, doch ihr Zauber unterwirft sich dem Entsetzen

Hungrig fordern Illusionen ihren Tribut, mich kennt kein Wandel- verachtend verlässt mich mein Glück.

 

Du hast die Schlacht längst gewonnen, meine Zeit hält keine ganze Stunde mehr in ihrer Hand

Grau färbt sich mein Haar und das geliebte Rot verlässt schleichend meine kalte, tranparente Haut

Aus den Kerzenflammen werden Feuer, mein Turm wird eine Ebene aus Gras und Sand

Das Leben gibt. Die Liebe nimmt. Trügerisch ist nur die die Angst- weil sie uns die Wahrheit klaut.

 

-

 

J.Hencke

 

 

 

Löwenherz

 

 

Mich zu enttäuschen muss wohl dein Schicksal sein

Die Welt, die wir mit leichtem Wort und Augenlicht geteilt

Ich bleibe hier, und verspreche, ich war niemals dein!

Aufgerissen hast du meine Narben- nichts hast du geheilt.

 

In den Klauen der Realität und Zerrissenheit

Verachtet, doch erwachsen stehe ich erst jetzt!

Du bist kein Freund, der bei mir bleibt

Deine Lügen-Klinge, tief hat sie mich verletzt.

 

Meine Seele wird sich an deiner nicht rächen

Schlafendes Wissen führte meinen Kuss

Dabei flüsterte die Zukunft mir ein Versprechen

Das ich ohne Glück hier leben muss.

 

Kein Atem, der mich an Träumen wachsen lässt

Ich,Tochter der Gräber, blicke in schwarze Tage

Statt der Liebe schlägt durch die Ader jene Pest

Weil ich deine falschen Manieren nicht mehr ertrage!

 

Du erahntest mein naives Licht, mein treues Herz

Meine Welt, ein Trümmerfeld, doch sie ist meine!

Dein Teufel arrangierte unser Treffen, welch fauler Scherz

Denn du wirst lachen, wenn ich noch weine.

 

Dieser Ort lässt mich zurück, müde und blutleer

Mein dunkler Hof, ein kleiner Frieden, etwas Ruh.

Ich bleibe eine Kriegerin, im Dreck, die Beine schwer

Hier bleibe ich und schließe meinen Sarg fest zu.

 

                                                 -

    

   J.Hencke

 

Die verlorene Tochter

 

 

Mich kleidet keine Seide und kein Name

Weder Mutter,noch Vater- niemand kennt mein Gesicht

Ja, diese unruhigen Seelen wählst Du mit Vorzug

Im Rock des Edelmanns, befreit von jedem Verzicht.

 

Die Verehrung reichte nur bis zur Tür

Schnell verloren hinter jenem Rahmen

Doch was kann ein Träumer schon dafür

Kein verliebter Kopf erfuhr bis heut Erbarmen.

 

Die leichten Mädchen, hinter den kalten Treppen

Sie wirst du verstohlen, doch lieber sehen, als mich

Empfängt mich doch der Abschied in deinem Atem

Erküssen wir das Ende- ja, nie wieder seh ich dich.

 

Mit Haar und Seele wurd` ich ungefragt die deine

Nur mein hungriger Körper war an deinem Zweck gebunden

Gezeichnet, durch deine scharfe Klinge Ignoranz

Hat mich der Lebenswille blutenden Blickes wieder gefunden.

 

Jede hässliche Hure gewinnt mehr im Spiel mit Dir

Wie die Jungfrau im weißen Laken, trifft mich die Schuld

Ohne Rubel, ohne Lüge,ohne Gnade

Verklagt mich jetzt das Gericht der Ungeduld.

 

"Zu verurteilen wäre da die Naivität, besser bekannt als Leichtsinn.

Klar zu sehen war doch sein Ring!"

schreit der Richter durch den Saal mit finstrem Blick.

 

Geifernd nach einem jammernden Geständnis zerreißen fremde Augenpaare mein dünnes Hemd:"Das ist wahr- doch was hilft´s?

Er stahl mir mein` Verstand und gab ihn mir bis heute nicht zurück..!!"

 

Das Gelächter beißt sich durch die Knochen, bis auf´s Mark

Nackter könnte mich das Jüngste Gericht nicht sehen

Die Verkündung folgt, zu Ende bald die Jagd

Wird denn niemand mir zur Seite stehen?

 

Mein Halt an 10 schwarzen Nägeln, kratzend am Holzwerk

Ersticke ich stolz im Korsett der Angeklagten

Zart streichelt mich das Versprechen der Verlorenen:

"Ach, Tochter. Dich haben wir noch nie verraten!

 

-

 

 

 

J. Hencke

Erde auf den Flügeln

 

Auf Stelzen, lasiert mit Trotz und Stolz

Nein, ich will mich nicht rächen

In Würde formte sich das Holz

Ich verwahre ein Versprechen.

Auf Moorwegen

Trage ich ein Netz der Eiseskälte

 

Hinein ins schwarze Bett, belegt von Leichen

Ginge ich mit blankem Fuße

Tauscht mein Leib die Farbe

Schnell wär´ich marmoriert, leblos- ohne Zeichen.

 

Mit Schwur schneide ich mein Wort durch den Nebel:

"Noch hast du keinen Finger- Keine Hand!

Ja,ich bleibe Herrin meiner Sinne

Geliebt, geküsst vom Freund Verstand!"

 

Schon haftet die Erde gnadenlos

Auf den Flügeln meiner Lungen

Nur dieser eine Ruf

Hat meinen Puls schon fast bezwungen... .

 

Widerstand spukt tote Erde

Gesenktem Hauptes bleib´ ich still

Niemand´s Tochter, ohne Herde

Doch treu die Prüfung, die mich lebendig will!

 

 

 

-

 

 

 

J. Hencke

Einsamkeit

 

Dich zu bekämpfen und bedingungslos zu verstehen

Lässt uns oft verzweifeln und die Weges eines Wolfes gehen

Deine Klauen reißen uns Kraft und Verstand

Wer dich einst spürte ist um sein Leben gerannt.

 

Dein Mantel aus dem Stoff der Unsichtbarkeit

Lässt uns oft erschaudern bei all Deiner Ehrlichkeit

Das Gefühl der Einsamkeit-

 

Ein verdecktes Zeichen der Zweisamkeit?

 

Denn nehme ich dich an

Und reiche dir meiner Hand

Ist es als hätte ich mich einem

zerschlagenden Spiegel zugewandt.

 

-

 

 

J. Hencke

Grab der Huren

 

Ich bin gestorben

So wirst du mich nicht mehr sehen

Das Fleisch schon bald verdorben

Ungeküsst vom Glück, so werd` ich gehen.

 

Zeitlos in der Dunkelheit quält mich der letzter Atemzug

Vom Gift der Illusionen befreit bleibt zum Hoffen nicht genug.

 

Mein Herz, verzeih`, ich verlier

So schlag´ an einem anderen Platz

Das Gewand trag in in stolzer Manier

So klebt es an der Haut, der letzter Schatz

 

Farblos hinterlass ich keine Spuren

Beschämt vom Spiel der Triebe

Lieg ich bei den anderen Huren

In kalte Erde, ohne Glanz und ohne Liebe.

 

 

 

-

 

 

 

J. Hencke

Romeo

 

Nie ahnte ich welch` Kraft in meinem Herzen schlägt

Nun seh ich jenen Grund, der mich durch´s Leben trägt

So reiche mir die Hand und führe mich in Dein Licht

Verloren um den Verstand, sei das Schicksal milder Sicht.

 

Ja, trägtest du den letzten Hauch von Leben

Verkaufte ich den meinen

Hätte ich alles vergeben

Soll der Tod uns vereinen.

 

Zwei Hälften

Untrennbar wie Tag und Nacht

Zauber der Liebe hat uns

zu einem gemacht.

 

 

 

-

 

 

 

J. Hencke

Illusionen

 

 

Illusionen, bunte Gedanken weiter Entfernung

Ihnen schenken wir Vertrauen

Belächeln gern die richtende Belehrung.

 

Verwachsen mit unserer Seele

Erfahren wir vom Schmerz und Glück

So treiben wir vom Ufer der Wahrheit

Stück für Stück.

 

Ihre Gestalten nehmen die Kleider

Der Wahrheiten an

Sie lassen uns ertrinken

Sie lassen uns verdamm´.

 

Die Berührung ihres Ursprunges sind tief

Und der eigenen Stärke oft nicht gerecht

Welch trügerische Kämpfe

Welch verlorenes Gefecht... .

 

Betrüger!

Du, Illusion, bist es

Die mein Erwachen in Kristall erfrieren lässt

Doch mit Zweigen der Hoffnung

Halte ich dich mit blutender Hand widerwillig fest.

 

 

 

-

 

 

 

J. Hencke


Der Kompass

 

 

Mein Geist sucht den deinen

Meine Augen deine Reflektionen

Schwacher Atem, verlogen das Licht

Setzt sich deine Königin Ignoranz, die Aggression.

 

Wie entrüstet war doch dein erster Blick zu mir

Warum? Das wollte ich wissen!

Wie konnte ich dich so schnell enttäuschen?

So suchte ich dich schon damals, in den kalten Küssen.

 

In einer unbestimmten Nacht verlasse ich kreuzgrade dieses Spiel

Denn mit trüben Geist gewinnt man nicht

Dein Intellekt gut erzogen und amüsiert, blieb von Liebe nicht viel

Nein! Nicht weiter! Erspare mir dein Angesicht.

 

 

Die Schreie meiner Mitte, sie bergen kein Geheimnis

Meine Gutgläubigkeit verbrauchte sich mit dem Leben

Enttäuschung reicht mir die bekannte Hand, die mich von deiner riss

"Ach, Kompass-versprich´ doch Glück!" Von wegen... .

 

Noch einmal blicke ich zu dir, hoffend auf Gleichstand

Kein Wort- gut, dann die Seite meines Rücken!

Du siehst nicht die herzliche Absicht unter meinem Stolz

Flammen peitschen durch das Fenster, folge ich den Feuerbrücken.

 

Im Fluge heb´ ich das Kristallglas. siegesicher, ohne Glauben

Grüßend um den Abschied

Verraten mich auch Wasserwände in den verliebten Augen

Sing´ ich mein letztes Lied.

 

Am Hals die goldene Kette

Samt Führer ohne Rast

Seine Nadel zeigt auf ein neues Leben

 

Dank, der Lehre. Dank, Kompass.

 

 

-

 

 

 

 

 

J. Hencke

 

FreiGeist

 

 

 

Du gehörst mir nicht

Ein Freigeist kennt kein Versprechen, kein Bündnis

Keine Hand trägt ein Recht

Doch mit Kälte herrscht hier das Gewissen!

 

Das Verhältnis fand seinen Platz im Nebel vieler Felder

Kraftlos stieg ich aus deiner Kutsche, aus deinem Plan

Und weil ich mein Herz bei dir vergaß

Wär´ ich so gern zurück, zu dir gefahr´n... .

 

In einer Schachtel, dort wird es schlagen

Stark geschwächt, noch trägt es Rot

Es wird erinnern, es wird Dich fragen

Bis zum Ende, bis zum Tod:

 

Welche Gedanken trugen deine Küsse?

Welches Gefühl trägt der Name Löwenstein?

Warum all die Leidenschaft?

Wie bist du kalt und kannst mir doch so nahe sein?

 

Mehr Kraft hab´ ich, mehr als man denkt

Und die erlaubt mir von ganzem Herzen dich zu bedauern

Ja, gern hätt´ ich dir mehr geschenkt

Aber des Hoffnung´s Kelch versiegt an deinen Mauern.

 

Kein Recht auf Liebe oder Einsicht ferner Angelegenheiten

Diese Schlacht, sie ist vorbei!

"Doch wie schön, war unser Streiten... ."

Denk` ich mir- in der Freigeisterei.

 

-

 

 

J. Hencke

Tiger mag Schwein

 

 

Hass und Liebe- die besten Freunde

Sitzen gern mit Bier in der Gemeinde

Ohne können sie einander nicht sein

Chic wär keiner- wär` einer allein.

 

Ach, schau´- die Tränen kommen auch vorbei!

Mal nur eine, und manchmal 2

Und Herr Gejammer, immer wieder mal gesehen

Bleibt er am Stammtisch gerne stehen.

 

Herr Grotuis und Frau Hencke

Da gab´s viel Stress und kaum Geschenke

Doch Frau Verbindung klingt sich ein:

"Gut ist der Tiger zu dem Schwein!"

 

Das lässt sich lesen weit und breit:

Sie mögen sich wirklich!

Auch zur schlechten Zeit!

 

Doch der Tiger sieht´s nicht gelassen!

Und das kann das Schwein kaum fassen:

"Klar und deutlich formuliert...!!"

....ist der Tiger schon krepiert...

 

Tja, mausetot so liegt er da...

Nicht viel, ihr Lieben, doch DAS ist klar:

Der Tiger stand echt auf Schweine!

Vor allem auf "Rajo"..sonst auf keine!!

 

Da grunzt das Schwein traurig vor sich hin

Doch der Tiger hat noch ein´ im Sinn:

"Reingelegt- das hab´ ich dich!

Denn so jetzt gehen- das will ich nicht!" :))

 

-

 

 

 

J. Hencke

 

Lichter vieler Wahrheiten

 

 

In Begleitung großer Werte,

Verlier´ ich zögernd deine Fährte

Denn welch Zauber, welch Sinn es auch hier war

Bleibt zum Schluss das Wort nur selten klar.

 

Eine Gespielin, nicht von Einfachheit geprägt

Die stets das Wort mit viel Gefühl zerlegt

Doch der Kuss ist mir von edler, herzlicher Botschaft

Der schenkte dir in Zärtlichkeit unfreiwillig letzte Kraft.

 

Nun zertrümmert, fast erfroren, hier liegt mein Leib in nasser, kalter Erde

Zu spät, mein Freund. Hör´- der Galopp des Todes und der seiner Pferde!

Die Augen schwarz, und lang die Beine

Werd` ich die Tochter, werd` ich die Seine!

 

Die Blässe, die man kennt aus edlen Kreisen

So werd auch ich jetzt durch die Nächte reisen

Der Mond wird meine Sonne, sein Schein- mein Licht

So ist es, wenn das Herz den Schlag mit Einmal bricht.

 

Mit rostigen Ketten, so zeichnet die Lehre seine Furchen auf diese Seiten

Doch im Gedankenfest unserer Seelen

 

Verraten sich die Lichter vieler Wahrheiten.

 

-

 

 

J. Hencke

Etwas bleibt für ewig

 

 

Vergraben bleibt mein Gesicht vor Deinen Blicken, scharf und blau

Dein Herz werd ich verleugnen

Kein Wort wird bleiben, keines, dem ich glaub`.

 

Nie gelang es Dir mich anzusehen, in Ruhe und in Tiefe

Die Nacht legte ihre Schatten nach deinem Wunsch

Küsse, verlogen, ungelesen, wie vergiftete Briefe.

 

Du trägst die Robe, mich schützt keine Kette, und kein Tuch

Was Dich auch zu mir brachte

Im Jetzt grüßt mich die Folge, und bald frisst mich der Fluch.

 

Nichtssagend ist Dir mein Name, doch reizend war es schon

Die Zeit, die Lichter, inszeniert für Lügen

Bleibt in Scherben der letzte Spiegel "Spott und Hohn".

 

Der Wein, die Illusion- sie sind Verräter im Gespann

Ziehen gern die Liebe hoffnungsvoll

Mit unschuldigem Faden, an des Herzens Knopf entlang

 

Den entreiß ich Dir mit letzter Kraft, mit dem Atem, der mir bleibt

Und hoffe, dass ich Kind erwachse

Das Glück mich aus dem Elend treibt

 

Meine Kammer wird zum Schloss

Mein Pferd, das schnellste auf dem Weg

Mein Prinz, der Schönste

Der mich ehrt, liebt und trägt.

 

Niemand ahnt den Morgen, die Nacht, und was sich findet

Verletzt geht´s weiter

Doch ein Moment, der bleibt am Leben, einer, der mich mit Dir verbindet.

 

 

 

-

 

 

 

J. Hencke

Dornenzirkel

 

Mein Leben,so unwirklich wie die drei Arme der Zeiten

So prüfe ich den Freund, so prüfe ich den Feind

Alles dreht im Zirkel des Jetzt

Meine schwarz zerkratzten Hände greifen im Zwang nach der Vernunft

Gnadenlos schreie ich der Enttäuschung ins Gesicht, die weint

Eine Meute Konventionen, die mich treibt, die mich hetzt.

Der Ring, in dem meine Füße versuchen ihren Stand zu halten

Aus ihm steigen dürre Äste empor, deren Kronen Dornen tragen

Zerrissen ist jenes Licht und so funkeln tote Kristalle zum letzten Mal.

Unter dem Dornendach finde ich den Schutz

Bekannt ist mir seine Kälte, die dafür kein Geschick der Nacht gebraucht.

Die Finsternis kriecht unter meine Haut und fordert mich zum Sprung

in eine der unzähligen Welten.

Mutter Erde, wissend um alle Möglichkeiten, reicht mir ihre Hand

Alles lässt sich sehen und ich kann mich ertragen.

Ja, diese Zuflucht ist meine Heimat.

Der Zustand lässt keine Orientierung zu

Aber seine Bedingungslosigkeit im Namen der Liebe

Haucht meinem Herzen neues Leben zärtlich ein.

 

Hier ist alles, was mich hält.

Glaubte auch du bist von hier,

Bist der Eine, der mit mir in den Arm der Zukunft fällt.

 

 

 

-

 

 

 

J. Hencke